Wien. – Schwule und Lesben in Österreich bekommen nach der unseligen Debatte um die Einführung der Homo-Ehe im Land Schützenhilfe von der US-Regie- und Schauspiellegende Woody Allen. In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins “News” übt er scharfe Kritik an der Diskussion um die Eheschließung Homosexueller.
In einem Interview zum Start des Films “Whatever Works”, in dem es auch um einen spätberufenen Homosexuellen geht, wird Allen deutlich: “Das ist das Blödeste, was einem einfallen kann. Das ist absurd! Warum sollen Homosexuelle nicht heiraten können wie jeder andere auch? Das geht doch keinen was an! Sie sollen dieselben Rechte haben wie Heterosexuelle und auch nach dem gleichen Ritus heiraten dürfen, wenn sie das wollen. Das ist ein Thema auf das sich Leute draufsetzen, die polarisieren wollen. Leute, die selber alle Arten von Problemen haben, psychische oder sexuelle.” weiterlesen
Wien. – Die Homo-Ehe hält Einzug in Österreich. Für viele Schwulen und Lesben ist die österreichische Variante allerdings nicht das Gelbe vom Ei. Ohnen geht das heute im Kabinett verabschiedete Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft nicht weit genug.
Erst am Freitag hatten in Wien rund tausend Aktivisten für eine Nachbesserung des Gesetzentwurfs protestiert - vergeblich. Das Gesetz, das heute den Ministerrat passiert hat und im Dezember im Nationalrat beschlossen und am 1. Januar 2010 in Kraft treten soll, sei “nicht der große Wurf, den sich die meisten Homosexuellen Initiativen gewünscht haben”, stellte heute etwa die Homosexuelle Initiative (HOSI) Linz fest. weiterlesen
wien. - in wien haben am freitag nach augenzeugenberichten mehr als tausend menschen für eine nachbesserung des gesetzentwurfs für eine eingetragene partnerschaft für schwule und lesben protestiert, der derzeit auf regierungsebene diskutiert wird.
Unter dem Motto “Erstklassige Rechte statt letzklassigem Gesetz” forderten die demonstranten die völlige Gleichstellung der eingetragenen partnerschaft für homosexuelle mit der Ehe. aufgerufen zu dem protest hatten die grünen andersrum und weitere organisationen.
“Schämt euch”, steht auf Felix’ Schild, das er durch die strassen der wiener innenstadt trägt: “Das richtet sich an alle Parteien, die den diskriminierenden Gesetzesentwurf unterstützen”, sagte er der “presse“. “Und eben so sehr an alle, die dazu schweigen und zusehen.” weiterlesen
Michaelbeuern/Wien. - Die österreichische Bischofskonferenz hat sich auf ihrer Herbstvollversammlung in der Benediktinerabtei Michaelbeuern mit deutlichen Worten gegen die Einführung einer eingetragenen Partnerschaft für schwule und Lesben gewandt. Die Homosexuelle Initiative Wien (HOSI) und die Grünen andersrum wiesen die heute veröffentlichte Erklärung der Bischöfe scharf zurück.
Die Bischöfe zeigten sich in ihrer Erklärung erfreut, dass der Entwurf für ein Bundesgesetz über die Eingetragene Partnerschaft “in seiner Substanz wesentlich weniger weitreichend” ist als in anderen Ländern erlassenen Gesetze. “Er intendiert keine Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe, was positiv zu bewerten ist”, erklärten die Bischöfe. Auch die im Entwurf vorgesehene Beurkundung der Lebenspartnerschaft bei der Bezirksverwaltungsbehörde im Gegensatz zur zivilen Eheschließung beim Standesamt “manifestiert deutlich den Unterschied zwischen Lebenspartnerschaft und Ehe”, heißt es in der Erklärung weiter. weiterlesen
wien. - der vorliegende entwurf zu einem partnerschaftsgesetz entzweit österreichs schwulen- und lesbenszene. während die grünen andersrum und 89 weitere Organisationen für freitag zu einer demonstration aufrufen, versteht die homosexuelleninitiative wien (hosi) die ganze aufregung nicht.
“Was auf den ersten Blick wie ein Fortschritt klingen mag, ist bei genauerer Betrachtung ein Festhalten an Diskriminierungen, in machen Bereichen sogar ein erheblicher Rückschritt sowie eine Ausweitung diskriminierender Bestimmungen”, schimpft marco schreuder von den grünen andersrum und spricht von “diskriminierungen in serie”. weiterlesen
wien. – in österreich steht die einführung der eingetragenen partnerschaft für schwule und lesben kurz bevor. schon ab januar soll die eintragung möglich sein. allerdings auf druck der konservativen österreichischen volkspartei (övp) nicht im standesamt. “Glamourös wie eine Hunde-Anmeldung, aber immerhin”, kommentiert der sender orf. nun liegt es an den sozialdemokraten, sich womöglich noch durchzusetzen.
die homosexuelleninitiative wien (hosi wien) tut sich entsprechend schwer mit dem nun nach langem hin und her gefundenen kompromiss. “Es ist ein Kompromiss. Aber welche Alternativen gibt es? Wenn dieses Projekt jetzt scheitert, ist es für lange Zeit tot”, sagte Christian Högl, Obmann der HOSI-Wien, zu dem seit dem Wochenende vorliegenden Entwurf des Justizministeriums für die eingetragene Partnerschaft homosexueller Paare, laut der wiener tageszeitung “standard”. weiterlesen
wien. – zum 30. geburtstag spendiert das österreichische parlamt der HOSI Wien eine hochoffizielle feier am 13. November: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lädt zum ehrentag von Österreichs ältestem Lesben- und Schwulenverband zu einem Festakt im Parlament ein. Das teilte Hosi Wien- Obfrau Jona Solomon heute mit: „Danach wird bei einem Geburtstags-Clubbing in der Hofstallung im Museumsquartier weitergefeiert.“
Wer mitfeiern will, muss sich per E-Mail an 30jahre@hosiwien.at auf die Einladungsliste setzen lassen. Nach dem Festakt im Parlament, der von 17 bis ca. 19 Uhr dauern wirfängt die party erst richtig an: ab 22 Uhr in der Hofstallung im Museumsquartier bei einer Birthday-Queer-Night. Den ganzen November über wird sich zudem die Veranstaltungsreihe „Drei Jahrzehnte für die Liebe“ mit dem runden Jubiläum beschäftigen. Alle Veranstaltungen finden im HOSI-Zentrum in der Novaragasse 40 bei freiem Eintritt statt. Alle Termine unter: www.hosiwien.at/30-jahre. weiterlesen
berlin. – unter dem motto „HIVisible“ sucht der europäischen Aidsspotwettbewerb „clip & klar europe 09“ die besten film-spots zur aids/hiv-prävention. bewerben können sich auch freie filmemacher und fimstudenten.
Die Teilnahmefrist läuft noch bis zum 8. September 2009. Ausgezeichnet werden bei dem europaweiten wettbewerb jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Beste nationale TV- und Kinokampagnen zur Aidsprävention“ und „Beste Aidsspots freier Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Filmstudentinnen und Filmstudenten“. zu gewinnen gibt es Geldpreise in höhe von 2.000 bis 5.000 Euro. Verliehen werden die preise am 12. November 2009 im Gloria-Theater in Köln. weiterlesen
wien. - die homosexuellen initiative (hosi) wien zeigt sich nach einem gespräch mit ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf hoffnungsvoll für eine baldige einführung der eingetragenen partnerschaft in österreich. HOSI-Wien-Obfrau Jona Solomon sagte nach dem treffen am mittwoch, Der ÖVP-Klubchef habe sich, wie schon zuvor ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger, zuversichtlich geäussert, dass das Vorhaben bis Jahresende in die Tat umgesetzt werde.
kopf habe berichtete, dass Justizministerin Claudia Bandion-Ortner ihm gegenüber ihre diesbezügliche Absicht bestätigt habe, sagte solomon am donnerstag. Außerdem habe sie am 13. März im Bundesrat zu dieser Frage Stellung genommen bei dieser Gelegenheit eine umfassende Lösung in Aussicht gestellt. weiterlesen
wien. – „Möchte Schwulengruppe in Wien gründen bzw. an einer mitarbeiten“, hiess es im frühjahr 1979 in einer kleinanzeige. aus dem inserat in der wiener progrmmzeitung „falter” ist inzwischen österreichs wichtigster Lesben- und Schwulenverband geworden. den 30. geburtstag will die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien heuer “das ganze Jahr über gebührend feiern“, wie Jona Solomon, die neu gewählte Obfrau, auf der 30. Generalversammlung der hosi wien ankündigte.
Generalsekretär Kurt Krickler erinnert sich noch gut ans frühjahr 1979 und das inserat des späteren ersten Vereinsobmanns Wolfgang Förster. „Auf diese Annonce meldeten sich etliche Personen, und so kam es ab Ende März zu den ersten Treffen, zuerst noch in Privatwohnungen. Aber wegen des großen Andrangs mussten sie ab Mai 1979 ins Alternativlokal ‚Treibhaus‘, das spätere ‚Rotstilzchen‘, im 5. Wiener Gemeindebezirk verlegt werden“, sagt Kurt Krickler, der ab dem zweiten Treffen mit von der Partie war. „1981 stießen die ersten Frauen zum Verein und gründeten eine eigene Lesbengruppe, die sich seither jeden Mittwoch trifft.“ weiterlesen
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