coming out mit einem lächeln im gesicht

vaduz. – “coming out”-tag mitten vaduz: am samstag ist die liechtensteiner gay-initiative “flay” mit ihrem stand im städle präsent gewesen. ein coming out, um dass am wochenende mitten im liechtensteiner hauptort keiner herumkam. weiterlesen

ein beitrag vom 12.10.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Damit Coming-outs keine Angst machen

Vaduz. – Am 11. Oktober steigt in Liechtenstein die erste grosse Coming-out-Party. Ein Fest für mehr Achtung und Toleranz, denn noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass Lesben und Schwule zu ihren Gefühlen stehen dürfen. Die Geschichte eines Coming-outs.

Von Janine Köpfli,  Liechtensteiner Vaterland

daniel f. seger (foto: elma velagic)

«Ich bin schwul.» Ein Satz, den Daniel F. Seger heute leicht über die Lippen bringt. Der Präsident des liechtensteinischen Vereins «FLay» mag das Wort «homosexuell» nicht sonderlich. Für ihn klingt es zu klinisch. «Es beschränkt schwul und lesbisch sein auf das Sexuelle, was zu einseitig ist.» Wenn seine Freunde und Verwandten von «politischer Korrektness» reden, winkt er ab und meint: «Schwul ist mir lieber.»
Dass er so locker mit dem Thema umgeht und ganz selbstverständlich darüber spricht, war nicht immer so. «Mein Coming-out war alles andere als leicht und es war nicht ganz freiwillig», erinnert sich Daniel Seger.

Angst und ein Leben im Geheimen
Es war vor zehn Jahren. Er wusste schon länger, dass er sich von seinen Klassenkameraden unterschied. «Ich hatte damals auch schon meinen ersten Freund.» Obwohl die Beziehung der zwei jungen Männer geheim war, erfuhren irgendwelche Personen davon und Daniel Seger wurde darauf angesprochen. Liechtenstein ist klein. «Für mich war klar, dass ich es meinen Eltern und engsten Freunden sagen musste. Ich wollte, dass sie es von mir erfahren.» Daniel Seger hatte Angst. Angst, zurückgewiesen und verstossen zu werden. Angst, dass er all jene Menschen verliert, die ihm am meisten am Herzen liegen. «Irgendwann hab ich dann allen Mut zusammengenommen und es ihnen gesagt. Bei den Freunden war es überhaupt kein Problem, einzig mein bester Freund brauchte etwas Zeit, um mit dem neuen Wissen klarzukommen. Nach drei Wochen war aber alles wieder beim Alten, nur ohne Geheimnis. Bei meinen Eltern war es schwieriger und dauerte auch länger. Mittlerweile ist es auch für sie in Ordnung und ich habe schon den einen oder anderen schwulen Kollegen, Freund oder eine lesbische Kollegin zu Hause vorgestellt und diese Personen sind und waren willkommen.» weiterlesen

ein beitrag vom 07.10.2008 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

prominenter besuch bei liechtensteiner gay-party

michael fröhle

michael fröhle

vaduz. - der schönste schwule mann österreichs gibt sich die ehre bei der bislang grössten gay-party in liechtenstein am 11. oktober die ehre. der amtierende “mr gay austria”, Michael Fröhle, habe sein kommen zugesagt, sagte party-organisator daniel f. seger zu tuckenalarm.

michael fröhle ist in liechtenstein kein unbekannter. er arbeitet als informatik-sachbearbeiter bei der Firma Ivoclar vivadent in schaan. Ende Juni setzte sich der 24 jahre alte Vorarlberger bei der ersten mr gay austria-wahl in wien gegen 149 mitbewerber durch, wie das volksblatt berichtete (zum artikel). (wf) weiterlesen

ein beitrag vom 05.10.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Gay-Party in Liechtenstein

das wurde auch zeit: grosse gay-party in liechtenstein.

das wurde auch zeit: grosse gay-party in liechtenstein.

Vaduz. - In Liechtenstein steigt am 11. Oktober die bislang grösste Gay-Party im Fürstentum. Zur “Coming-Out-Party” in der Schaaner Diskothek “b’eat” werden rund 300 Schwule, Lesben und Freunde erwartet. Für die Musik sorgen zwei Djs des Zürcher Gay-Clubs Labyrinth. Der Event hat auch ein politisches Anliegen: Er soll Akzeptanz schaffen und das Liechtensteiner Partnerschaftsgesetz voranbringen.

“In Liechtenstein ist längst noch nicht alles so, wie es sein sollte”, sagt der Liechtensteiner Daniel F. Seger. Nach wie vor fühlten sich Schwule und Lesben im Fürstentum nicht unbedingt wohl. Akzeptanzprobleme habe auch eine 2007 von der Liechtensteiner Stabsstelle für Chancengleichheit initiierte studie zu Tage gefördert. “Wenig Akzeptanz für Homosexuelle” titelte die Tageszeitung “Vaterland” (Artikel lesen) dazu im Dezember.

Angst und Tabus
“Die Angst vor dem Outing ist bei vielen gross”, sagt Seger (foto). Ihm selbst, der in Triesen lebt und seit rund zehn Jahren keinen Hehl aus seinem Schwulsein macht, habe sich deswegen allerdings “noch niemand in den Weg gestellt”. Akzeptanz und Respekt seien im Fürstentum bei vielen durchaus vorhanden, dennoch gebe es nach wie vor viele Tabus.

Gesetz auf dem Weg
Eindeutige Unterstützung für ein Liechtensteinisches Partnerschaftsgesetz kommt bisher lediglich von der politisch eher unbedeutenden liberalen Freie Liste. Sie brachte im vergangenen Jahr eine Motion für ein Partnerschaftsgesetz im landtag ein, wie die Zeitung “Volksblatt” mit der Schlagzeile “Die Zeit ist reif” berichtete (zum artikel). Die Parlamentarierer der beiden grösseren und konservativeren Regierungsparteien halten sich mit öffentlichen Äusserungen zum Thema eher bedeckt, traten 2007 aber im Landtag dennoch mehrheitlich auf die Motion der Freien Liste ein, mit der die Regierung aufgefordert wurde, einen Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Eine Gleichstellung mit der Ehe lehnen bislang zwar alle Parteien ab, “Handlungsbedarf” erkennen sie jedoch sämtlich an, wie die Zeitung “Volksblatt” im Dezember unter dem Titel “Einen Schritt weiter” vermerkte (zum artikel). weiterlesen

ein beitrag vom 25.09.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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