vaduz. – Die initiative für Schwule und Lesben in Liechtenstein und im schweizer Rheintal, flay, ist für den liechtensteiner “demo grazia”-preis für zivilcourage nominiert worden. das teilte flay auf ihrer internetseite mit.
der preis wird alle drei jahre verliehen für “Menschen, die hinschauen, aufdecken und handeln”. gesucht werden für die nächste preisverleihung am 19. november ERNEUT Personen, die “unerschrocken für eine Idee kämpfen” und sich “gesellschaftspolitisch engagieren, ohne auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein”.
FLay zeigte sich erfreut über die Nomination: “Auch wenn wir den Preis nicht erhalten, ist es Ansporn, uns weiterhin für die Gleichberechtigung von Menschen einzusetzen die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen.” weiterlesen
vaduz. – lange hat es gedauert, aber jetzt ist es soweit: FLay, die initiative für Schwule und Lesben in Liechtenstein und im schweizer Rheintal hat ihren webauftritt erneuert.
auf der seite www.flay.li gibt’s informationen zu rechtlichen fragen, zur gesellschaftlichen akzeptanz von schwulen und lesben in der liechtensteiner bevölkerung, zum partnerschaftsgesetz, das derzeit in der vernehmlassung ist, und den veranstaltungskalender von flay. (wfr) weiterlesen
vaduz. – seit anderthalb jahren steht die eingetragene partnerschaft für schwule und lesben auch in liechtenstein auf der politischen tagesordnung. bis sie wirklichkeit wird, dürfte allerdings noch einige zeit vergehen. immerhin steht nun der entwurf für ein entsprechendes gesetz.
wie die tageszeitung “liechtensteiner vaterland” berichtet, liegen inzwischen “erste fassbare ergebnisse” einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe vor, die den entsprechenden Vernehmlassungsentwurf ausarbeiten soll. Den Auftrag dazu hatte der Landtag bereits im Oktober 2007 auf initiative der grün-liberalen Freien Liste erteilt. Dem Beschluss, der mit 19 zu sechs stimmen zustandekam, gingen intensive Debatten voraus.
“Das Partnerschaftsgesetz als solches steht. Nun gilt es, die zahlreichen Gesetze anzupassen, die aufgrund des Partnerschaftsgesetzes abgeändert werden müssen. Wir sprechen hier von zirka 30 bis 40 Gesetzen”, zitiert die Zeitung Edgar Nipp, den Ressortsekretär der zuständigen Justizministerin Aurelia Frick. die vernehmlassung des gesetzentwurfs soll laut Nipp im August starten, verzögerungen könnten wegen der komplexität des themas aber nicht ausgeschlossen werden. weiterlesen
st. gallen. - tuckenalarm.com hat jetzt ein eigenes forum. auf forum.tuckenalarm.com kannst du über die themen aus diesem magazin und über vieles andere mit anderen usern diskutieren. damit das ganze funktioniert, wäre es super, wenn du einfach mal reinschaust und vielleicht einen beitrag hinterlässt, wenn du magst. du kannst dich dort über politik, alltagsbeobachtungen- und probleme, coming-out, partnerschaft, die schwul-lesbische szene und vieles mehr austauschen.
da das forum neu ist, ist dort natürlich im moment noch nicht viel los, aber der erfolg des ganzen liegt unter anderem an dir. deine beiträge sind willkommen. (wfr) weiterlesen
vaduz. - bei der landtagswahl im fürstentum liechtenstein haben die beiden offen schwulen kandidaten am sonntag den einzug ins parlament verpasst.
daniel f. seger, der im wahlkreis oberland für die “fortschritliche bürgerpartei” (fbp) kandidierte, erhielt 3514 stimmen. damit fehlten seger, der auch präsident der schwulen- und lesbenintiative “flay” ist und sich für die einführung einer eingetragenen partnerschaft in liechtenstein stark macht, gut 300 stimmen zum einzug in den landtag.
sein vorgänger als “flay”-präsident, patrick risch, der im wahlkreis unterland für die “freie liste” (fl) kandidierte, kam auf 433 stimmen. ihm fehlten damit rund 700 stimmen zu einem sitz im neuen landtag. weiterlesen
vaduz. – schwul oder lesbisch zu sein, ist in liechtenstein nicht so richtig populär. verstecken statt outen ist für viele nach wie vor die regel. daran könnten die beiden offen schwulen kandidaten für die landtagswahl am sonntag, 8. februar 2009, womöglich etwas ändern - oder zumindest ein anderes bewusstsein schaffen: daniel f. seger von der regierenden konservativen fortschrittlichen bürgerpartei (fbp) und patrick risch, der für die grün-liberale freie liste (fl) kandidiert, setzen sich beide für die einführung einer eingetragenen partnerschaft für schwule und lesben ein. bislang ist das thema im wahlkampf kaum thematisiert worden. ein homophober leserbrief, der in dieser woche in den landeszeitungen veröffentlicht wurde, hat die beiden jetzt allerdings aus der reserve gelockt.
Unter der überschrift “Drückt der Schuh oder das schlechte Gewissen?”, stellt ein herr meier aus dem liechtensteinischen schaanwald fest, nun sei also auch “die grosse Bürgerpartei”, die fbp, “dem Druck der Schwulen in Liechtenstein erlegen und will, wie die kleine Freie Liste, eine gesetzliche Anerkennung, ja sogar eine Vergünstigung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft vorantreiben.” weiterlesen
Vaduz. – Zu den Landtagswahlen in Liechtenstein treten zwei schwule Männer an: Für die Freie Liste (fl) der langjährige präsident der schwulen- und lesbeninitiative “flay”, Patrick Risch, und sein nachfolger in diesem amt, daniel f. seger von der fortschrittlichen bürgerpartei (fbp). In der liechtensteiner tageszeitung “volksblatt” äussert sich seeger erstmals dezidiert dazu, was er als Abgeordneter für schwule und lesben tun will.
“In Liechtenstein gibt es noch immer Menschen, die nicht mit dem Menschen zusammenleben dürfen, den sie lieben. Die Rede ist von Menschen, die sich in Menschen des gleichen Geschlechts verlieben. Bisher ist dies nicht möglich”, schreibt seeger. Gleichgeschlechtliche Beziehungen existierten im Gesetz nach wie vor nicht. Dabei gehe es nicht um eine kleine Anzahl, sondern um fünf bis zehn Prozent der liechtensteinischen Bevölkerung, was etwa 1750 bis 3500 Personen entspreche. weiterlesen
Vaduz. – die politische diskussion um die einführung einer eingetragenen partnerschaft für schwule und lesben in liechtenstein kommt voran: Die landesregierung hat in ihrer Sitzung am 28. Oktober den Zwischenbericht der interdisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppe für die Erarbeitung einer Gesetzesvorlage über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare zur Kenntnis genommen. Die Arbeitsgruppe habe damit die “erste Projektphase erfolgreich abschliessen”, hiess es in einer aussendung.
in der jetzt abgeschlossenen ersten Phase hatte die arbeitsgruppe zunächst die rechtslage in den umliegenden Ländern analysiert, den Umfang des Gesetzesprojektes und dessen Abgrenzung diskutiert. Zudem wurde ein Rechtsgutachten zur Verfassungsmässigkeit eines Partnerschaftsgesetzes in Auftrag gegeben. Sobald dieses vorliegt, soll entscheiden werden, an welchem ausländischen Vorbild man sich in liechtenstein orientieren will. Im anschluss soll ein Gesetzentwurf für den landtag erarbeitet werden. weiterlesen
leipzig. - nun hat die welt also auch eine schwule suchmaschine. “schwuggle” verspricht auf anhieb schwule suchergebnisse im internet, nun muss man nicht mehr überlegen, ob man einen begriff zusammen mit “schwul”, “gay” oder “homosexuell” zusammen eingibt, um beispielsweise beim suchwort “kerl” auch einen schwulen zu finden.
schwuggle erinnert nicht umsonst an den namen des marktführers “google”. die suchmaschine nutzt dessen technologie, allerdings ist bei schwuggle auch immer etwas handarbeit mit im spiel. bevor eine seite in den suchindex aufgenommen wird, wird sie von schwuler hand gesichtet und überprüft. bei kommerziellen Seiten schaut das schwuggle-team besonders genau hin: “Seiten, die einfach eine Armada an hundert neuen Pornoseiten nach sich ziehen, ohne konkreten sehenswerten Inhalt, werden nicht aufgenommen beziehungsweise bei entsprechenden Hinweisen wieder entfernt”, so das schwuggle-versprechen. weiterlesen
schaan. - was schwul-lesbische events in liechtenstein angeht, hat die “coming out”-party am samstag in schaan alle rekorde gebrochen. mehr als 200 gäste feierten in der discothek “beat” in schaan zu den techno-beats der djs vom zürcher gay-club “labyrinth” ausgelassen bis in die frühen morgenstunden. “wir haben ein volles haus, eine super stimmung und das zeigt ganz klar, dass wir nicht nur einige wenige sind”, sagte ein sichtlich glücklicher party-organisator daniel f. seger in der nacht zu tuckenalarm.com. von dem erfolg der party erhofft sich der präsident der schwul-lesbischen initiative “flay” jetzt auch mehr akzeptanz für ein partnerschaftsgesetz in liechtenstein.
und in der tat: die “coming out”-party im “beat” war keine reine gay-veranstaltung. viele waren mit ihren heterosexuellen freunden und freundinnen gekommen und feierten zusammen. das war von anfang segers ziel; von einer “neuen ausgrenzung” seitens des gay-publikums hält er gar nichts: “es waren alle willkommen, Schwule, Lesben und alle ihre Freunde. Sie gehören schliesslich dazu.” wie gut das geht, das konnte man am samtag im “beat” erleben. (wf) weiterlesen
« vorherige Seite nächste Seite »