vaduz. - liechtenstein plakatiert für mehr respekt für schwule und lesben: Die bei der regierung angesiedelte Stabsstelle für Chancengleichheit und die schwul-lesbische Initiative “FLay” haben eine plakataktion zum Abbau von Benachteiligung und Stigmatisierung Homosexueller gestartet.
Dass es im fürstentum nach wie vor an respekt vor schwulen und lesben mangelt, hatte vor zwei jahren eine Studie mit dem titel «Homosexuelle Menschen und Diskriminierung in Liechtenstein» ergeben. darin haben 87 Prozent der befragten Homosexuellen und 58 Prozent der Allgemeinbevölkerung zumindest von einer Diskriminierungserfahrung in den Bereichen Arbeit, Schule, Restaurant, Geschäft, Wohnungssuche und Alltag berichtet. liechtensteiner Schwule und Lesben erzählten zudem von alltagserfahrengen: von deplazierten Witzen, davon wie sie spüren, dass andere weniger gut über sie denken und wie mitmenschen im umgang oft angespannt seien. weiterlesen
Vaduz. – Die laienbewegung im Erzbistum Vaduz hat den landtag davor gewarnt, dem partnerschaftsgesetz zuzustimmen, das in liechtenstein eine eingetragene partnerschaft für schwule und lesben ermöglichen soll.
“Wir brauchen für gleichgeschlechtliche Paare weder ein Gesetz noch eine Eintragung im Zivilstandsregister Vaduz”, schreibt Hans Gassner, der Vorsitzende der Laienbewegung “Credo”, in einem Leserbrief, der heute in den liechtensteiner landeszeitungen veröffentlicht wurde. Mit diesem Gesetz würde die traditionelle Familie geschwächt.
“Meine Damen und Herren, ist der erste Schritt getan, unternimmt die Freie Liste den zweiten Vorstoss”, so Gassner weiter. “Unser Land braucht Politiker mit Weitsicht. Darum, werte Landtagsabgeordnete, belassen wir es, wie es ist.” auf die freie liste, die kleinste der liechtensteiner parteien im landtag, geht die politische diskussion um das partnerschaftsgesetz zurück. weiterlesen
berlin. – unter dem motto „HIVisible“ sucht der europäischen Aidsspotwettbewerb „clip & klar europe 09“ die besten film-spots zur aids/hiv-prävention. bewerben können sich auch freie filmemacher und fimstudenten.
Die Teilnahmefrist läuft noch bis zum 8. September 2009. Ausgezeichnet werden bei dem europaweiten wettbewerb jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Beste nationale TV- und Kinokampagnen zur Aidsprävention“ und „Beste Aidsspots freier Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Filmstudentinnen und Filmstudenten“. zu gewinnen gibt es Geldpreise in höhe von 2.000 bis 5.000 Euro. Verliehen werden die preise am 12. November 2009 im Gloria-Theater in Köln. weiterlesen
vaduz. – Die initiative für Schwule und Lesben in Liechtenstein und im schweizer Rheintal, flay, ist für den liechtensteiner “demo grazia”-preis für zivilcourage nominiert worden. das teilte flay auf ihrer internetseite mit.
der preis wird alle drei jahre verliehen für “Menschen, die hinschauen, aufdecken und handeln”. gesucht werden für die nächste preisverleihung am 19. november ERNEUT Personen, die “unerschrocken für eine Idee kämpfen” und sich “gesellschaftspolitisch engagieren, ohne auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein”.
FLay zeigte sich erfreut über die Nomination: “Auch wenn wir den Preis nicht erhalten, ist es Ansporn, uns weiterhin für die Gleichberechtigung von Menschen einzusetzen die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen.” weiterlesen
vaduz. – lange hat es gedauert, aber jetzt ist es soweit: FLay, die initiative für Schwule und Lesben in Liechtenstein und im schweizer Rheintal hat ihren webauftritt erneuert.
auf der seite www.flay.li gibt’s informationen zu rechtlichen fragen, zur gesellschaftlichen akzeptanz von schwulen und lesben in der liechtensteiner bevölkerung, zum partnerschaftsgesetz, das derzeit in der vernehmlassung ist, und den veranstaltungskalender von flay. (wfr) weiterlesen
vaduz. – seit anderthalb jahren steht die eingetragene partnerschaft für schwule und lesben auch in liechtenstein auf der politischen tagesordnung. bis sie wirklichkeit wird, dürfte allerdings noch einige zeit vergehen. immerhin steht nun der entwurf für ein entsprechendes gesetz.
wie die tageszeitung “liechtensteiner vaterland” berichtet, liegen inzwischen “erste fassbare ergebnisse” einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe vor, die den entsprechenden Vernehmlassungsentwurf ausarbeiten soll. Den Auftrag dazu hatte der Landtag bereits im Oktober 2007 auf initiative der grün-liberalen Freien Liste erteilt. Dem Beschluss, der mit 19 zu sechs stimmen zustandekam, gingen intensive Debatten voraus.
“Das Partnerschaftsgesetz als solches steht. Nun gilt es, die zahlreichen Gesetze anzupassen, die aufgrund des Partnerschaftsgesetzes abgeändert werden müssen. Wir sprechen hier von zirka 30 bis 40 Gesetzen”, zitiert die Zeitung Edgar Nipp, den Ressortsekretär der zuständigen Justizministerin Aurelia Frick. die vernehmlassung des gesetzentwurfs soll laut Nipp im August starten, verzögerungen könnten wegen der komplexität des themas aber nicht ausgeschlossen werden. weiterlesen
st. gallen. - tuckenalarm.com hat jetzt ein eigenes forum. auf forum.tuckenalarm.com kannst du über die themen aus diesem magazin und über vieles andere mit anderen usern diskutieren. damit das ganze funktioniert, wäre es super, wenn du einfach mal reinschaust und vielleicht einen beitrag hinterlässt, wenn du magst. du kannst dich dort über politik, alltagsbeobachtungen- und probleme, coming-out, partnerschaft, die schwul-lesbische szene und vieles mehr austauschen.
da das forum neu ist, ist dort natürlich im moment noch nicht viel los, aber der erfolg des ganzen liegt unter anderem an dir. deine beiträge sind willkommen. (wfr) weiterlesen
vaduz. - bei der landtagswahl im fürstentum liechtenstein haben die beiden offen schwulen kandidaten am sonntag den einzug ins parlament verpasst.
daniel f. seger, der im wahlkreis oberland für die “fortschritliche bürgerpartei” (fbp) kandidierte, erhielt 3514 stimmen. damit fehlten seger, der auch präsident der schwulen- und lesbenintiative “flay” ist und sich für die einführung einer eingetragenen partnerschaft in liechtenstein stark macht, gut 300 stimmen zum einzug in den landtag.
sein vorgänger als “flay”-präsident, patrick risch, der im wahlkreis unterland für die “freie liste” (fl) kandidierte, kam auf 433 stimmen. ihm fehlten damit rund 700 stimmen zu einem sitz im neuen landtag. weiterlesen
vaduz. – schwul oder lesbisch zu sein, ist in liechtenstein nicht so richtig populär. verstecken statt outen ist für viele nach wie vor die regel. daran könnten die beiden offen schwulen kandidaten für die landtagswahl am sonntag, 8. februar 2009, womöglich etwas ändern - oder zumindest ein anderes bewusstsein schaffen: daniel f. seger von der regierenden konservativen fortschrittlichen bürgerpartei (fbp) und patrick risch, der für die grün-liberale freie liste (fl) kandidiert, setzen sich beide für die einführung einer eingetragenen partnerschaft für schwule und lesben ein. bislang ist das thema im wahlkampf kaum thematisiert worden. ein homophober leserbrief, der in dieser woche in den landeszeitungen veröffentlicht wurde, hat die beiden jetzt allerdings aus der reserve gelockt.
Unter der überschrift “Drückt der Schuh oder das schlechte Gewissen?”, stellt ein herr meier aus dem liechtensteinischen schaanwald fest, nun sei also auch “die grosse Bürgerpartei”, die fbp, “dem Druck der Schwulen in Liechtenstein erlegen und will, wie die kleine Freie Liste, eine gesetzliche Anerkennung, ja sogar eine Vergünstigung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft vorantreiben.” weiterlesen
Vaduz. – Zu den Landtagswahlen in Liechtenstein treten zwei schwule Männer an: Für die Freie Liste (fl) der langjährige präsident der schwulen- und lesbeninitiative “flay”, Patrick Risch, und sein nachfolger in diesem amt, daniel f. seger von der fortschrittlichen bürgerpartei (fbp). In der liechtensteiner tageszeitung “volksblatt” äussert sich seeger erstmals dezidiert dazu, was er als Abgeordneter für schwule und lesben tun will.
“In Liechtenstein gibt es noch immer Menschen, die nicht mit dem Menschen zusammenleben dürfen, den sie lieben. Die Rede ist von Menschen, die sich in Menschen des gleichen Geschlechts verlieben. Bisher ist dies nicht möglich”, schreibt seeger. Gleichgeschlechtliche Beziehungen existierten im Gesetz nach wie vor nicht. Dabei gehe es nicht um eine kleine Anzahl, sondern um fünf bis zehn Prozent der liechtensteinischen Bevölkerung, was etwa 1750 bis 3500 Personen entspreche. weiterlesen
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