CDU-Mitglied verlässt Partei nach Schwulenhetze am Bodensee

Homophobe Hetze: Meersburg am Bodensee.

Homophobe Hetze: Meersburg am Bodensee.

Konstanz. - Homosexuelle seien “krank”, “pervers” und trügen zum Schwund der Bevölkerung bei. Nachdem der “Südkurier” über diese Äusserungen des CDU-Mitglieds Werner Leicht aus Stetten am Bodensee berichtet hatte, brach überregional Empörung aus. Nun hat der Mann die CDU verlassen, wie die Konstanzer Zeitung berichtet.

Leicht hatte sich laut “Südkurier” Ende November am Rande der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands Meersburg entsprechend geäussert. Der Ortsverband habe sich inzwischen von den Äusserungen Leichts distanziert. Auf der Versammlung ging es dem Bericht zufolge darum, dass die CDU sich dem Ansinnen des Koalitionspartners entgegenstellen sollte, die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe rechtlich völlig gleichzustellen. weiterlesen

ein beitrag vom 13.12.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Keine Hauptstadt-Bühne für Sizzla

Erste Absage: "Kesselhaus".

Erste Absage: "Kesselhaus".

Berlin. – Wirkungsvoller Protest gegen musikalische Mordaufrufe gegen Schwule: Der homophobe Reggae-Sänger Sizzla tritt heute nicht wie geplant im Berliner “Kesselhaus” auf. Auch ein zunächst angekündigtes Ausweichquartier lehnte einen Auftritt ab: “Der Betreiber des Huxleys stellt dem Künstler die Räumlichkeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung und distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Veranstaltung”, hiess es am Abend auf der Webseite der Berliner Location “Huxleys Neue Welt”.

Das “Kesselhaus” hatte angesichts des Protests verschiedener Gruppen und Politiker zunächst versucht, den Künstler zu einer klaren Positionierung gegen Homophobie und Gewalt gegen Lesben und Schwule zu bewegen, wie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) heute mitteilte. Auch der LSVD habe versucht, Sizzla ein letztes Mal eine goldene Brücke zu bauen. weiterlesen

ein beitrag vom 26.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Zahl der HIV-Neuinfektion in Deutschland stabil auf hohem Niveau

Stabil auf hohem Niveau: Hiv-Neuinfektionen in Deutschland.

Stabil auf hohem Niveau: Hiv-Neuinfektionen in Deutschland.

Berlin. - In Deutschland werden sich bis Ende des Jahres voraussichtlich 3000 Menschen neu mit dem AIDS-Virus HIV angesteckt haben. Das geht aus einer Prognose des Berliner Robert Koch Instituts hervor, die im Vorfeld des Welt-Aids-Tages veröffentlicht wurde.

Die Zahl von rund 3000 Menschen mit Neuinfektionen ist nach Angaben des Instituts seit etwa drei Jahren stabil. Deutschland habe außerdem die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa, hiess es weiter. Wie der “Tagesspiegel” berichtet, hat sich die Zahl der Neuinfektionen in der Bundesrepublik seit 2001 allerdings verdoppelt. Damals waren dem Bericht zufolge 1443 neue Diagnosen verzeichnet worden. 2008 waren es 2841.

“Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert”, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin. Das sei “ein kleiner Erfolg”. Der Weg des Bundesministeriums für Gesundheit, Prävention und Aufklärung zu fördern, sei richtig. “Aber wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin hart daran arbeiten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken.” weiterlesen

ein beitrag vom 25.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Homophobie in neuen Schläuchen

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

Es gibt keinen “Kult um die Schwulen”. Homosexuelle werden zwar immer sichtbarer. Aber wirklich gleichberechtigt sind sie noch nicht. Eine zweite Antwort auf die Thesen von Philipp Gut im Schweizer Magazin “Weltwoche” (”Handschellen in Rosarot“) und in der deutschen Tageszeitung “Die Welt” (”Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden“).

Von Volker Beck*

Muss man wirklich gegenhalten, wenn einer sich künstlich darüber erregt, dass es einen Verein schwuler Eisenbahnfreunde gibt? Muss man einen Autor ernst nehmen, der als einziges Beispiel für die von ihm fantasierte Weltverschwörung zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit eine verhinderte Schönheitskönigin aus den USA anführen kann, die wegen ihrer Ablehnung der Homo-Ehe angeblich den Miss-Titel verpasste? Übrigens eine Falschmeldung: Sie verlor ihren Status wegen Vertragsverletzungen.

Hat dieser Autor Philipp Gut, immerhin Kultur- und Gesellschaftschef des Schweizer Wochenmagazins “Weltwoche”, übersehen, dass kürzlich die Menschen in einigen US-Bundesstaaten in Volksabstimmungen mehrheitlich dafür votiert haben, ihren homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Grundrecht auf Eheschließung zu verweigern? Sieht so etwa die “Homosexualisierung der Gegenwart” oder ein “Kult um die Schwulen” aus? weiterlesen

ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Wenn sich selbst ernannte Intellektuelle selbst ins Aus schiessen

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

In der Schweiz heisst er Philipp Gut, in Österreich Andreas Unterberger. Der eine arbeitet als Kultur- und Gesellschaftschef bei der “Weltwoche”, der andere ist ehemaliger Chefredakteur der “Wiener Zeitung”. Beide versuchen derzeit, in pseudo-feuilletonistischem Duktus den überfälligen staatlichen und gesellschaftlichen Respekt vor Schwulen und Lesben zu diskreditieren. Am Ende diskretitieren sie sich damit selbst.

Von Wolfgang Frey

Zu den Anwürfen von Phillip Gut haben auf tuckenalarm.com bereits der deutsche Medienjournalist und Publizist Stefan Niggemeier und Grünen-Politiker Volker Beck Stellung genommen. Philipp Gut konstatiert eine Art Weltverschwörung der Homosexuellen gegen seine offenbar eingeschränkt heterosexuelle Weltsicht, er fühlt sich lesbar bedroht und stilisiert Homosexualität zu einer Art Religion herauf, der sich offenbar niemand zu entziehen wage.

Auf seinem “nicht ganz unpolitischen” Tagebuch setzt Andreas Unterberger unter dem Titel “Schwulenehe: Die miesen Tricks” nun noch einen drauf. Die unzureichenden Vorschläge für eine Eingetragene Partnerschaft in Österreich sind ihm einen Erguss wert, der beim homosexuellen Leser das Gefühl auslöst, er müsse schon fast ein wenig hass- oder zumindest angsterfüllt sein. Der Chef der konservativen Volkspartei Österreichs (ÖVP), Josef Pröll, dessen Partei bis zum Schluss gegen den Protest zahlreicher Homo-Vertreter im Land bremste, was zu bremsen war, ist für Unterberger nun zum “Umfaller” geworden, weil er dieser Homo-Ehe-light überhaupt seinen Segen (“gangbarer Kompromiss”) gab.
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ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Protest gegen und Extra-Konzert für Hass-Sänger Sizzla

zusatzkonzert: hass-sänger sizzla.

zusatzkonzert: hass-sänger sizzla.

Köln/Wuppertal. - Der durch seine Aufrufe zur Gewalt gegen Schwule bekannte Sänger Sizzla hat so viele Fans in Deutschland, dass er für seine bevorstehende Tournee ein Extra-Konzert geben will. Unterdessen forderte am Montag nach dem offen schwul lebenden Grünen-Politiker Volker Beck auch der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) eine Absage der Auftritte und ein Einreiseverbot für den jamaikanischen Hasssänger.

Der Wuppertaler “U-Club”, hat für Mittwoch, 28. November ein Zusatzkonzert von Sizzla angekündigt. Das für Samstag, 28. November, geplante Konzert des Sängers sei ausverkauft, heisst es auf der webseite des Clubs.

Der LSVD verurteilte die geplanten Auftritte: “Hierzulande darf kein Interpret auftreten und auch noch Geld verdienen, der zu Mordtaten an Schwulen und Lesben aufruft und für Morde an Schwulen auf Jamaika womöglich mitverantwortlich ist”, sagte der LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz. “Interpreten, die menschenverachtendes Gedankengut im Repertoire führen, darf keine Bühne geboten werden.” weiterlesen

ein beitrag vom 23.11.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

Einreiseverbot für Hass-Sänger Sizzla gefordert

 protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

Berlin. - Der offen schwule Grünen-Politiker Volker Beck hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag aufgefordert, die Einreise des jamaikanischen Hasssängers SIZZLA nach Deutschland zu verhindern. Er plant dort eine Tournee durch mehrere Städte.

“Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß’ Schwule mit einer Waffe” - zitiert das online-magazin “queer.de” aus einem der Songs des Reggea-Sängers.

Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen, forderte, “Die Auftritte des Hasssängers Sizzla in der nächsten Woche müssen verhindert werden! Bundesinnenminister de Maizière soll die Einreise dieses Hasssängers verhindern!” weiterlesen

ein beitrag vom 21.11.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

Jörg Haider: Freispruch vom “Vorwurf der Homosexualität”

fragwürdige urteilsbegründung: Homosexualität unehrenhaft.

fragwürdige urteilsbegründung: Homosexualität "unehrenhaft".

Wien. – Die Witwe des rechtspopulistischen österreichischen Politikers Jörg Haider hat 14 Monate nach seinem Tod einen spektakulären Erfolg vor Gericht erzielt: Wie die Tageszeitung “ÖSTERREICH” heute berichtet, hat das Grazer Landesgericht der deutschen “Bild”-Zeitung in einer Einstweiligen Verfügung verboten, Haider “homosexuell” zu nennen.

Inzwischen seien gleichlautende Urteile des Wiener Handelsgerichts auch an die Medien “News” und “Österreich” zugestellt worden, die die Berichte von “Bild” zitiert hatten. Die Einstweilige Verfügung gegen die Berichterstattung der Medien hatte in Haiders Namen seine Witwe Claudia beantragt.

Vor einigen Monaten hat sich ein Kellner als Geliebter des verstorbenen Kärntner Politikers geoutet. Für seine Witwe war die “Bild”-Story mit dem Titel “Haiders Geliebter packt aus” nicht hinnehmbar: Ihr Mann sei “sicher nicht homosexuell gewesen”, liess sie verlauten und zog vor ein Kärntner Gericht. Das sollte sicherstellen, dass Jörg Haider selig nie mehr als homosexuell bezeichnet werden darf. weiterlesen

ein beitrag vom 19.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

westerwelle bleibt standhaft

standhaft: deutschlands erster bekennend schwuler aussenminister.

standhaft: deutschlands erster bekennend schwuler aussenminister.

Hamburg. - Deutschlands erster bekennender schwuler Außenminister Guido Westerwelle (FDP) fürchtet keine Probleme wegen seiner sexuellen Orientierung: “Ich bin jetzt fast neun Jahre Parteivorsitzender und habe in dieser Zeit regelmäßig auch offizielle Reisen ins Ausland gemacht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Es habe “nicht ein einziges Mal eine Schwierigkeit oder eine Peinlichkeit gegeben, weil ich mit einem Mann zusammenlebe; ich erwarte das auch als Außenminister nicht.”

Auf die Frage, ob das auch für islamische Länder gelte, in denen Homosexualität zum Teil unter  Todesstrafe stehe, sagte der FDP-Politiker: “Es gibt Länder, in denen Frauen systematisch unterdrückt werden. Es gibt Länder, in denen Frauen in einer Weise behandelt werden, die wir als empörend empfinden. Trotzdem haben sich die Deutschen das Recht genommen, eine Frau zur Regierungschefin zu wählen.” weiterlesen

ein beitrag vom 18.11.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

Appell an Westerwelle: Hinrichtungen im Iran verhindern

tödlich: schwul sein im iran.

tödlich: schwul sein im iran.

Berlin. - Verschiedene schwul-lesbische Organisationen haben Deutschlands neuen Aussenminister Guido Westerwelle (FDP) aufgefordert, sich gegen die Todesstrafe für homosexuellen Sex im Iran und drei offenbar unmittelbar bevorstehende Hinrichtungen einzusetzen. Auch der Grünen-Rechtspolitiker Volker Beck forderte Deutschlands ersten offen schwul lebenden Aussenminister in einem Brief auf, sich “unverzüglich für die Aussetzung mehrerer Todesurteile im Iran” einzusetzen.

Die Vollstreckung von drei Todesurteilen gegen Männer, denen homosexuelle Handlungen im Kindesalter vorgeworfen werden, stehen laut der Menschenrechtsorganisation “Human Rights Watch” unmittelbar bevor. Beck, selbst offen schwul, wies darauf hin, dass der islamische Staat den den Zivilpakt der Vereinten Nationen unterzeichnet habe. “Danach ist die Todesstrafe nur bei schwersten Verbrechen anwendbar”, sagte Beck in Berlin. “Weder Glaubensabfall noch Homosexualität fallen hierunter.” Der Zivilpakt verbietet die Verhängung der Todesstrafe für Straftaten, die im Kindesalter - also unter 18 Jahren - begangen wurden. weiterlesen

ein beitrag vom 12.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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