tel aviv. - ein maskierter mann hat in der nacht zum sonntag vor einem schwul-lesbischen zentrum von tel aviv mit einer schnellfeuerwaffe um sich geschossen und zwei menschen getötet. nach agenturberichten wurden mindestens zehn weitere verletzt. der ganz in schwarz gekleidete angreifer konnte unerkannt fliehen. in israel äusserten sich selbst streng religiöse politiker entsetzt.
wie die israelischen rettungsdienste mitteilten, waren die beiden opfer sofort tot. Nach Medienberichten handelt es sich um eine 17-Jährige und einen 24 jahre alten Leiter einer Jugendgruppe, die sich im Café im erdgeschoss des zentrums der schwullesbischen organisation agudah traf. Der angreifer feuerte in eine gruppe von menschen, die vor dem Treffpunkt standen. Neben dem jerusalem open house ist die agudah die einzige organisation, die sich in israel für die rechte von schwulen und lesben einsetzt.
medienberichten zufolge schwebte einer der Verletzten in der Nacht weiter in Lebensgefahr. nach Augenzeugenberichten soll der angreifer versucht haben, auch noch eine nahegelegene Schwulenbar anzugreifen. Wachposten hätten ihm allerdings den Zutritt verwehrt. weiterlesen
zürich. – unmittelbar vor dem start der europride 2009 in zürich hat das schwul-lesbische grossereignis für einen politischen eklat gesorgt. wie der “tagesanzeiger” berichtet, warf die religiös-konservativen EDU der stadt Zürich im kantonsrat vor, mit der Euro-Pride 09 eine “gottlose Werbeplattform” für Schwule zu unterstützen. die anderen Parteien wiesen die edu-kritik zurück: Das sei empörende Diskriminierung. die europride-organisatoren reagieren auf schmäh-attacken aus konservativen kreisen unterdessen mit einer strafanzeige.
Direkt vor der Kaffeepause, SO DIE ZÜRCHER ZEITUNG, HABE DER Landwirt Michael Welz AUS Oberembrach und edu-Sprecher erklärt, Homosexualität sei nicht gottgewollt und “mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet”. Wenn mit der Euro-Pride 09 in den nächsten Wochen schwul-lesbische Festivitäten unterstützt würden, sei das ein Propagandafeldzug “zur Beeinflussung unserer Jugend und Gesellschaft”.
Die Stadt Zürich werde fünf Wochen lang zu einer Werbeplattform für den homosexuellen Lebensstil umfunktioniert und wende sich damit “vom Segen Gottes ab”, zitiert der “tagesanzeiger” den Kantonsrat. Völlig unverantwortlich sei es deshalb auch, dass mit der Unterstützung durch Zürich Tourismus, der SBB und der Stadt Zürich “staatliche Sponsorengelder” in diesen verwerflichen Anlass flössen. “Gott schenke Befreiung aus der Homosexualität”, rief er laut der zeitung” vor konsternierten Zuhörern in den Saal. weiterlesen
YAOUNDÉ. - für Papst Benedikt XVI. sind kondome immer noch das grössere übel: unmittelbar vor seiner ankunft in kamerun erklärte er, das Aids-Problem in Afrika lasse sich mit Kondomen nicht lösen. Deren Benutzung verschlimmere das Problem nur. in kamerun wurde der papst am dienstag zu Auftakt seiner ersten Afrika-Reise in der hauptstadt YAOUNDÉ von mehr als 100 000 jubelnden Menschen empfangen. Er bringe eine «Botschaft der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens», sagte der Papst.
«Die Immunschwächekrankheit Aids ist nicht mit Kondomen zu überwinden, im Gegenteil, das verschlimmert nur das Problem», erklärte der Papst kurz vor seiner ankunft noch im Flugzeug, wie die Nachrichtenagentur «ANSA» berichtet. Vielmehr sei eine «spirituelle und menschliche Erneuerung» der einzige Weg aus der auf dem Schwarzen Kontinent grassierenden Seuche. In Afrika leben 67 Prozent der HIV-infizierten Menschen der Welt, 17 Millionen Menschen sind auf dem Kontinent schon an Aids gestorben. weiterlesen
Buenos Aires. - Argentinien will den britischen Holocaust-Leugner Richard Williamson der erzkonservativen und homophoben pius-bruderschaft des landes verweisen. wie die nachrichtenagentur “reuters” meldet, hat williamson zehn Tage zeit, das Land zu verlassen. ansonsten droht ihm die ausweisung. Der Brite hatte lange Zeit ein Priesterseminar im argentinischen La Reja bei Buenos Aires geleitet, allerdings entzog ihm die Pius-Bruderschaft unlängst diesen Posten.
Die Äusserungen Williamsons seien antisemitisch und verletzten die Gefühle der argentinischen Gesellschaft schwer, hiess es in einer Erklärung des argentinischen Innenministeriums. Dadurch habe er “die Argentinier, das jüdische Volk und die ganze Menschheit” beleidigt. Außerdem gebe es “Unregelmäßigkeiten” in seinen Aufenthaltspapieren. weiterlesen
linz. – der umstrittene designierte Weihbischof Gerhard Maria Wagner, gibt auf. Der am 31. Januar von Papst Benedikt XVI. zum neuen Weihbischof von Linz (Donau) ernannte Gerhard M. Wagner, Pfarrer von Windischgarsten, hat den Papst um Ruecknahme seiner Ernennung gebeten. Dieser Bitte sei vom Heiligen Stuhl entsprochen worden, berichtet am Sonntagabend die Nachrichtenagentur “Kathpress” in Wien. wagners kritiker zeigten sich erleichtert.
In einer Stellungnahme an die Medien erklaerte der als erzkonservativ geltende 54-jährige Wagner: “Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Ruecksprache mit dem Dioezesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater in Rom um Ruecknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten.”
Der Ruecktritt von Gerhard M. Wagner sei “im Interesse und zum Wohl der Dioezese Linz” erfolgt, sagte der oberoesterreichische Dioezesanbischof Ludwig Schwarz gegenueber “Kathpress”. weiterlesen
feldkirch. - der erzkonservative linzer weihbischof Gerhard Maria wagner hat für einen tag schützenhilfe aus vorarlberg bekommen. in einem interview mit “radio orf vorarlberg” verglich der feldkircher Bischof Elmar fischer homosexualität am mittwoch mit “psychischen erkrankungen” wie alkoholismus und angstneurosen. am donnerstag ruderte er nach einem sturm der entrüstung wieder zurück.
ebenso wie wagner gab sich fischer am mittwoch überzeugt, homosexualität lasse sich “heilen”. und auch fischer unterstrich, schwule und lesben solle man ebensowenig aus der katholischen kirche ausschließen wie andere psychisch kranke. der ausgebildete psychotherapeut sagte dem “orf” wörtlich: “wir sind froh, wer immer heilbar ist.”
den umstrittenen und nicht weniger homophoben bischof wagner würdigte fischer als einen priester, der seine aufgabe offenbar ernst nehme, echte gläubigkeit vermittle und dem gesellschaftlichen werteverfall entgegenwirke. weiterlesen
salzburg. – Der neue Linzer Weihbischof Wagner behauptet, man könne Schwule „heilen”. Das ist dumm, arrogant und herzlos. Wenn man Gerhard Maria Wagner wohl wollte, könnte man sagen, der Mann wisse nicht, wovon er redet. Die Behauptung, man könne Homosexualität „heilen”, ist schon einmal falsch, weil sie von der Voraussetzung ausgeht, schwul zu sein sei eine Krankheit wie die Grippe.
von Viktor Hermann*
Wagner beweist mit dieser Einstellung, dass er sich um Erkenntnisse der Naturwissenschaften nicht schert, wenn diese nicht in sein seltsames Weltbild passen. Wir wissen ja schon seit Langem, dass sexuelle Veranlagung genetisch angelegt und bedingt ist.
Wagners Ansatz ist herzlos, weil er Menschen mit homosexueller Veranlagung und Lebensweise pauschal ablehnt und nicht in der Lage ist, sie so zu akzeptieren, wie sie sind. Viel lieber will er sie sich zurechtbiegen. Das erinnert fatal an ein Menschenbild, das der katholischen Kirche jahrhundertelang als Rechtfertigung für Missionierung mit Feuer und Schwert diente. weiterlesen
linz. - die homosexuelle initiative linz (hosi linz) hat entsetzt auf die äusserungen des vom papst eingesetzten künftigen Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner reagiert, homosexualität sei “heilbar”.
Die HOSI Linz wies diese Aussage “auf das Allerschärfste” zurück. die dahinter stehende Geisteshaltung Pfarrer Wagners sei nicht nur für den gegenseitigen Dialog nicht förderlich sondern ein “Schlag ins Gesicht aller gläubigen Lesben und Schwulen weit über die Diözese Linz hinaus”, hiess es in einer presseaussendung. Pfarrer Wagner befinde sich damit nicht auf der Meinung der österreichischen Katholiken.
“Die Äußerungen Wagners, Homosexualität sei heilbar, Lesben und Schwule seien am Hurrikan Kathrina schuld, führen sich eigentlich von selber ad absurdum”, sagte HOSI-Vereinssprecherin und Gemeinderätin Edith Schmied. “Diese Äußerungen, mehrfach von Wagner vertreten, zeugen von einem abstrusen Weltbild Wagners, das finstere Mittelalter lässt grüßen!“ weiterlesen
linz. – das katholische online-portal “kath.net” ruft zur unterstützung des paPSTES AUF. auf der eigens geschalteten seite “www.ja-zu-benedikt.net” darf man sich jetzt “gegen die maSslosen Angriffe” - auch dieses mediums - “gegen unseren Hirten” wehren.
“Diese Angriffe sind unangebracht und entsprechen weder der Wahrheit noch einem menschenwürdigen Umgang miteinander”, heisst es in dem aufruf. “Wir sind engagierte katholische Laien, Ordensleute und Priester. Durch unsere Unterschrift erklären wir ausdrücklich unsere Solidarität mit Eurer Heiligkeit!” weiterlesen
Wien. - nun zeigt auch der vor wenigen tagen von papst benedikt xvi ernannte künftige Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner sein wahres gesicht: In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins “profil” tritt er für eine Behandlung Homosexueller ein. Wagner auf die Frage, ob Homosexualität heilbar sei und Homosexuelle behandelt werden sollten: “Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht.”
Wagner ist laut “wiener zeitung” seit 21 Jahren Pfarrer in der 2500 Einwohner zählenden oberösterreichischen Gemeinde Windischgarsten. Als solcher lasse er Mädchen nicht als Ministrantinnen zu. Zur Überflutung von New Orleans durch Hurrikan Katrina meinte er 2005: “Es ist wohl kein Zufall, dass in New Orleans alle fünf Abtreibungskliniken sowie Nachtklubs zerstört wurden.”
Die “Harry Potter”-Romane hält er für “Satanismus”. Die Abschaffung der Taufe durch Laien durch Diözesanbischof Ludwig Schwarz stiess bei Wagner auf Zustimmung. Er ist dem Einsatz von Laien in der Liturgie nicht besonders zugänglich: “Der Priester soll Priester sein und der gläubige Laie gläubiger Laie.” weiterlesen
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