Berlin. - Finanzminister Wolfgang Schäuble verhindert nach einem “Spiegel”-Bericht das Ehegattensplitting für Schwule und Lesben in eingetragenen Partnerschaften. Dem Bericht zufolge legte der CDU-Politiker bei der Finanzministerkonferenz von Bund und Ländern seinen Vorbehalt gegen die Regelung ein.
Damit hebelt er eine Vereinbarung aus, auf die sich die für Steuern zuständigen Spitzenbeamten der Länder und der obersten Finanzbehörden des Bundes Anfang März geeinigt hatten. Rund 25.000 Lebenspartnerschaften sollten auf diese Weise vorläufig Rechtsschutz bekommen, bis das Bundesverfassungsgericht die Frage endgültig entschieden hat. weiterlesen
Bregenz. - Nach dem Zwei-Länder-CSD am westlichen Bodenseeufer soll’s in diesem Jahr auch eine Pride am Ostufer geben: In Bregenz steigt im Mai das erste “Pride Lake Festival”. Organisiert von den Machern der “Pink-Party” im Festspielhaus in Bregenz.
Vom 25. bis zum 28. Mai soll’s ein Fest “mit internationalen DJs, exklusiver Pool- und Beach-Area, Party-Flotte und vielen weiteren Highlights rund um das Festspielhaus Bregenz” geben. So heisst es vorab auf der Webseite des Festspielhauses. Geplant sind Schiffs-Party auf dem Bodensee, ein Strand mit Pool, Pride-Lake Partys im Festspielhaus Bregenz und das Finale der Wahl zum “Gay Model of the Year - Austria 2012″ mit Gala, Show und Afterparty. weiterlesen
Konstanz. - Das Zebra-Kino in Konstanz lädt zum schwul-lesbischen filmfestival “Que(e)rgestreift”. In diesem Jahr zum 25. Mal.Um dieses Jubiläum zu feiern, zeigt das Zebra Kino dieses Jahr nicht nur mehr Filme als je zuvor, sondern läutet das Festival mit einer großen Eröffnungs- und Jubiläumsfest bestehend aus Film und Party ein.
Am 2. März zeigt das Zebra Kino daher um 21:00 zunächst den Eröffnungsfilm “Kaboom”, anschließend beginnt im benachbarten Kulturladen die große Eröffnungsparty. Als DJs konnten die Veranstalter neben den beiden Lokalgrößen Martin Tenschert und den Genialen Tanten auch “M T Dancefloor” (auch bekannt als Teil der Band “Saalschutz”) aus Zürich gewinnen. weiterlesen
Zürich. - Bei der Schweizer AIDS-Hilfe wird das Geld immer knapper. Die Organisation selbst spricht von einer “prekären” Situation. 2010 schrieb die AIDS-Hilfe erstmal einen Verlust von gut 300.000 Franken. Seither ist fast ein Drittel des Personals abgebaut worden. Und das Sparen geht weiter - auf Kosten der Arbeit für die wachsende Zahl von AIDS-Kranken und HIV-Positiven - und der Prävention.
Seit Jahren schon schrumpfen die Einnahmen der AIDS-Hilfe. 2011 schaffte die Organisation mit Mühe eine “schwarze Null” in der Bilanz. Der grösste Geldgeber, das Bundesamt für Gesundheit zahlte zuletzt 750.000 Franken weniger, die Spenden gingen um 150.000 Franken zurück. Damit gingen die Einnahmen 2011 unterm Strich um knapp eine Million Franken zurück. 2012 wird der Bund voraussichtlich nochmals 100.000 Franken weniger geben. Eine Folge der nachlassenden medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit, mutmasst die AIDS-Hilfe. Der neu gewählte Vorstand unter dem Vorsitz der Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala will jetzt Gegensteuer geben. weiterlesen
Konstanz. - Den nächsten Zwei-Länder-CSD gibt’s zwar erst 2013, die beiden CSD-Vereine in Konstanz und Kreuzlingen suchen aber jetzt schon freiwillige Helfer für das nächste grenzüberschreitende Grossereignis am Bodensee.
Wie der CSD-Konstanz mitteilt, kann man sich noch in zahlreichen Bereichen engagieren; zum Beispiel beim Marketing, bei der Sponsorensuche, bei der Werbung im Internet, beim Umzug oder auch beim Bierzapfen. weiterlesen
Berlin. - Zur Halbzeit des Besuchs von Papst Benedikt XVI. zieht die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e. V. eine positive Bilanz ihrer Aktivitäten. “Wir haben uns gegen die Sexualmoral des Papstes ausgesprochen und den ernsthaften Dialog in der katholischen Kirche gefordert, und genau darin fühlen wir uns bestätigt”, sagt Markus Gutfleisch von der HuK. Kritik übt die HUK am Schweigen des Papstes zu wichtigen Fragen.
Wenn sich das katholische Kirchenoberhaupt zu den Grund- und Menschenrechten bekenne, müsse es diese auch innerhalb der Kirche achten. Zwar sei es utopisch, zu erwarten, dass der papst bei seinem Deutschlandbesuch eine Veränderung in Sachen Ökumene, Zölibat, Gleichberechtigung von Frauen, Wiederverheirateten oder Schwulen und Lesben bekanntgebe. Sein Schweigen sei allerdings unerfreulich: “Dieser Theologe, der viel Sinn für Symbole hat, schafft es eben nur, einen kleinen Teil der Katholiken anzusprechen”, sagt Gutfleisch. weiterlesen
Zürich. - Die Schweiz hat eine neue Coming-Out-Plattform im Internet. Auf “Du-bist-du.ch“ können junge Männer sich mit anderen jungen Männern über Coming-Out-Fragen austauschen. Lanciert hat die Seite die Aids-Hilfe Schweiz zusammen mit dem Checkpoint Zürich.
Ein Beraterteam von schwulen und bisexuellen Männern im Alter von 19 bis 24 Jahren aus der ganzen Deutschschweiz steht ab sofort für die Fragen von Gleichaltrigen zur Verfügung. Unterstützt und ausgebildet wird das junge Team von Beratungsfachleuten. Die Fragen können anonym und online gestellt werden. weiterlesen
Berlin. - Die eingetragene Partnerschaft für Schwule und Lesben feiert in Deutschland am 1. august 2011 ihren zehnten Geburtstag. Zum Jahrestag der Einführung der “Homo-Ehe” werden die Forderungen nach einer völligen Gleichstellung der Gay-Partnerschaft mit der Ehe lauter, auch aus den Reihen der Bundespolitik.
“Zehn Jahre nach Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft ist die Zeit reif für die Öffnung der Ehe”, sagt Manfred Bruns, der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD). Die Lebenspartnerschaft sei “ein Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichstellung von Homosexuellen”, jetzt müsse als nächster Schritt die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare folgen. weiterlesen
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der deutsche schlagersänger bernd clüver ist der erste gewesen, der sich getraut hat, über ein schwules paar zu singen. 1976 ist die single “mike und sein freund” erschienen. bernd clüver ist vor wenigen tagen gestorben. mehr dazu hier.
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Palma. - “Der Junge mit der Mundharmonika” ist tot. Erst mit seinem Tod kommt ein Lied wieder ans Licht, in dem Bernd Clüver 1976 als erster deutscher Schlagersänger über ein schwules Paar gesungen hat - was ihn letztlich seine Karriere gekostet hat.
im oktober 1976 nimmt bernd clüver die Ballade “Mike und sein Freund” auf, die Geschichte von einem jungen mann, der den streitereien zwischen seinen eltern zuhause entflieht, “denn der Krieg den seine Eltern ‘Liebe’ nannten, der gefiel ihm nicht”. Seine Liebe findet er in der Stadt, es ist ein Mann. Doch das Glück dauert nur kurz, Mikes Vater findet alles heraus, schlägt ihnen ihre kleine Wohnung unterm Dach kurz und klein. das lied endet damit, dass sie gemeinsam einen abschiedsbrief schreiben: “Mama und Papa, verzeiht, weil mir doch keiner helfen kann. Denn der einzige Mensch der mich wirklich liebte, War ein Mann.” weiterlesen
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